Dessau-Wörlitz-KommissionAus einem Gremium zur Vorbereitung der 200-Jahrfeier der Wörlitzer Anlagen 1964 konstituierte sich 1967 die Kommission zur Erforschung und Pflege des Dessau-Wörlitzer Kulturkreises (Dessau-Wörlitz-Kommission) an der Martin-Luther-Universität unter dem Patronat des Rektors. Sie hat seit 2000 ihren Sitz im Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung, da Dessau-Wörlitz auf allen Gebieten des gesellschaftlich-kulturellen, politischen und pädagogischen Lebens ein Musterbeispiel für praktizierte Aufklärung war. Die Kommission, der über 100 Wissenschaftler der unterschiedlichsten Fachdisziplinen und Vertreter des öffentlichen Lebens sowie der am Dessau-Wörlitzer Gartenreich beteiligten Kommunen angehören, sieht ihre Aufgabe darin, das Ensemble kultureller Leistungen dieser Region im Zeitalter der Aufklärung wissenschaftlich zu erschließen. Es liegen Publikationen u.a. zu folgenden Themenbereichen vor:
Die Aufarbeitung und Neubewertung älterer Forschungsleistungen, die Verbindung von regionaler und überregionaler Forschung sowie die gezielte Erschließung bislang unbenutzter Quellenbestände stehen im Zentrum der Arbeit. Ende 2000 ist das Dessau-Wörlitzer Gartenreich in den Kanon des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen worden. Diese Auszeichnung eines Gesamtkunstwerkes der Aufklärung soll in seiner Bedeutung durch die interdisziplinäre Arbeit der Dessau-Wörlitz-Kommission angemessen gewürdigt werden. Vorstand der Dessau-Wörlitz-Kommission
Ankündigungen:Interne Arbeitstagung des Arbeitskreises Interieur der Dessau-Wörlitz-Kommission und der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz:" Der englisch-deutsche Kulturtransfer in den Interieurs des Gartenreiches Dessau-Wörlitz 12.10.2009, 10.00 bis 18.00 Uhr, IZEA, Christian-Thomasius-Zimmer Leitung: Prof. Dr. Heinrich Dilly, Dr. Christiane Holm Jahrestagung der Dessau-Wörlitz-Kommission
Aktuelle PublikationenErhard Hirsch: Die Dessau-Wörlitzer Reformbewegung im Zeitalter der Aufklärung. Personen – Strukturen – Wirkungen. Tübingen 2003. (Hallesche Beiträg zur Europäischen Aufklärung; 18) Hof – Geschlecht – Kultur. Luise von Anhalt-Dessau (1750-1811) und die Fürstinnen ihrer Zeit. Zusammengestellt von Wilhelm Haefs und Holger Zaunstöck (= Das Achtzehnte Jahrhundert. Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts Jg. 28, Heft 2). Wolfenbüttel 2004. (Rezension: Ergebnisse der Jahrestagung 2003) Heinrich Dilly und Holger Zaunstöck (Hg.): Fürst Franz. Beiträge zu seiner Lebenswelt in Anhalt-Dessau (1740-1817). Halle 2005. (Rezension) [Ergebnisse eines interdisziplinären Forschungsseminars der beiden Herausgeber an den Instituten für Kunstgeschichte und Geschichte im Wintersemester 2004/05; die Studenten haben 2005 für ihre publizierten Arbeiten einen "Sonderpreis des Rektors der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg" erhalten] Holger Zaunstöck (Hg.): Das Leben des Fürsten. Studien zur Biografie von Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740–1817). Halle 2008. [= Ergebnisse der Jahrestagung 2006] Jörn Garber (Hg.): ‚Die Stammutter aller guten Schulen‘. Das Dessauer Philanthropinum und der deutsche Philanthropinismus (1774-1793). Tübingen 2008 (Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung; 35). Wissenschaftsreihe im Deutschen KunstverlagForschungen zum Gartenreich Dessau-WörlitzHerausgegeben im Auftrag der Dessau-Wörlitz-Kommission an der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg und des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt e.V. Annette Froesch: Das Luisium bei Dessau. Gestalt und Funktion eines fürstlichen Landsitzes im Zeitalter der Empfindsamkeit. München/Berlin 2002 (Forschungen zum Gartenreich Dessau-Wörlitz; 1). Michael Rüffer: Das Schloss in Wörlitz. Ein fürstliches Landhaus im Spannungsfeld zwischen Absolutismus und Aufklärung. München/Berlin 2005 (Forschungen zum Gartenreich Dessau-Wörlitz; 2).
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