Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Siegel

Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung

Das IZEA gehört zur Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und befasst sich als Forschungseinrichtung zur Kultur- und Geistesgeschichte des 18. Jahrhunderts mit der Aufarbeitung einer Epoche, in der die Fundamente der modernen westlichen Gesellschaften gelegt wurden.

Forschungen zum 18. Jahrhundert

Das Forschungsprogramm umfasst Forschungs- und Editionsprojekte zur Universitäts-, Gesellschafts- und Kommunikationsgeschichte des 18. Jahrhunderts, zu den Feldern Anthropologie, Ästhetik, Kultur- und Wissenstransfer, Gelehrtenkultur und literarische Repräsentationsformen, zur Entwicklung von Kulturmustern, zu Aufklärung in globaler Vernetzung sowie zum Gartenreich Dessau-Wörlitz.

Im Zentrum der deutschen Frühaufklärung

Seinen Sitz hat das IZEA in der 1896 erbauten Roten Schule, in dem früher die Höhere Mädchenschule der Franckeschen Stiftungen untergebracht war. Das IZEA beherbergt eine öffentliche Bibliothek mit Quellen- und Forschungsliteratur zur regionalen und europäischen Aufklärung. Ebenfalls im Gebäude befinden sich jeweils eine Arbeitsstelle der Alexander von Humboldt-Professur für Neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer sowie des Immanuel-Kant-Forums.

Aufklärungsforschung international vernetzt

Dank der exzellenten Bibliothek, der einschlägigen Editionsprojekte wie auch der geographischen Nähe zu wichtigen historischen Schauplätzen der Aufklärung mit ihren reichen Archiv-, Bibliotheks- und Kunstbeständen und der Kooperation mit bedeutenden Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen zählt das IZEA heute zu den international wichtigsten Forschungsinstituten zur Aufklärung und ist Anlaufstelle für Wissenschaftler aus aller Welt.

Dr. Michael Walschots

Dr. Michael Walschots
University of Western Ontario, Kanada

Wiedemann-Stipendium für Aufklärungsforschung
Laufzeit des Stipendiums: 26.03.2016–29.05.2016

mhwalschots(at)gmail.com

Zur Person

*1986; 2004-2009 B.A. Studium der Philosophie an der University of Windsor (Kanada); 2010 Studium der Philosophie am Philosophischen Seminar und am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt; 2009-2011 M.A. Studium der Philosophie an der University of Windsor (Kanada); 2013-14 DAAD Stipendiat an der Kant-Forschungsstelle der Johannes Gutenberg-Universität Mainz; 2011-2016 Promotion im Fach Philosophie an der University of Western Ontario (Kanada); 2016-2018 Social Sciences and Humanities Research Council of Canada (SSHRC) Postdoktorand im Fach Philosophie an der University of St. Andrews, Schottland

Forschungsprojekt

Background Sources to Kant’s Practical Philosophy

Kants praktische Philosophie ist eine der einflussreichsten und noch heute breit rezipierten Schriften, die aus der Zeit der europäischen Aufklärung stammt. Auch in der englishsprachigen Debatte unserer Zeit wird Kants praktische Philosophie oftmals diskutiert. Interessanterweise gibt es aber viele Rezensionen, Bücher, Artikel etc. aus dem 18. Jahrhundert, die nur selten von englischsprachigen Akademikern gelesen werden, die aber für ein Verständnis von Kants praktischer Philosophie sehr wichtig sind. Ziel des Projektes ist es, verschiedene Quellen zu Kants praktischer Philosophie zu übersetzen, damit sie eine breitere Leserschaft finden können. Die zu übersetzenden Autoren sind u.a.: C.A. Crusius, Christian Garve, J.G. Herder, H.A. Pistorius, A.W. Rehberg und Christian Wolff.

Veröffentlichungen aus dem Bereich der Aufklärungsforschung

  • ‘Kant’s Conception of Selbstzufriedenheit.’ in Natur und Freiheit: Akten des 12. internationalen Kant Kongresses. (im Erscheinen)
  • ‘Instinct’ und ‘Sympathy’ in The Cambridge Kant Lexicon. Hrg. von Julian Wuerth. Cambridge University Press. (im Erscheinen)
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