CIERA-Tagung: Aufklärung nach der Aufklärung. Entstehung und Verwendung eines Begriffs zwischen 1850 und 1920
Tagung
Internationale Tagung
9.-10. April 2026, Halle, IZEA
Aufklärung nach der Aufklärung. Entstehung und Verwendung eines Begriffs zwischen 1850 und 1920
L‘ Aufklärung après l’Aufklärung. Formation et usages d’une notion entre 1850 et 1920
Aufklärung after the Aufklärung. The origin and use of a term between 1850 and 1920
veranstaltet von Elisabeth Décultot (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Olivier Agard (Sorbonne Université, Paris) und Gerald Hartung (Bergische Universität Wuppertal)
mit der Unterstützung des Centre Interdisciplinaire d’Etudes et de Recherche sur l’Allemagne (CIERA, Paris) der Sorbonne Université (Paris), der Bergischen Universität Wuppertal und des Graduiertenkollegs „Politik der Aufklärung“ (GRK 2999/1) (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
Nur wenige Begriffe haben in so vielen Bereichen der europäischen Geistes-, Politik-, Religions- und Kulturgeschichte eine so zentrale Rolle gespielt wie der deutsche Begriff der Aufklärung. Innerhalb der insgesamt sehr vielfältigen Bedeutungen dieses Begriffs lassen sich zwei große Verwendungsarten unterscheiden. In einer normativen Bedeutung bezieht sich dieser Begriff einerseits auf eine Reihe von Konzepten, Phänomenen oder Werten mit universeller und transhistorischer Dimension. In dieser Bedeutung wird der Begriff der Aufklärung zunächst als ein Prinzip verstanden, das zu jeder Zeit und an jedem Ort aktualisiert werden kann. Andererseits bezeichnet dieser Begriff, untrennbar mit dieser ersten Bedeutung verbunden, auch die Epoche, in der diese Konzepte und Werte entwickelt, diskutiert und/oder in politische und soziale Realitäten umgesetzt worden sein sollen, nämlich einen langen Zeitraum, dessen Schwerpunkt im 18. Jahrhundert liegt.
Diese beiden Bedeutungen des Begriffs Aufklärung zeichnen sich zwar bereits im 18. Jahrhundert ab. Aber erst ab dem 19. Jahrhundert entwickeln sie sich unter dem gemeinsamen Einfluss eines Prozesses der Historisierung des 18. Jahrhunderts und der Aktualisierung der Ideen oder Werte, die symbolisch mit dieser Zeit verbunden sind, weiter.
Ziel der Tagung ist es, die Bedeutungen und Funktionen, die dem Begriff der Aufklärung in der Zeit von 1850 bis 1920 zugeschrieben wurden, in ihren vielfältigen Entwicklungen zu analysieren.
Ort: IZEA, Franckeplatz 1, Haus 54, 06110 Halle (Saale)
Ort: Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der europäischen Aufklärung (IZEA), Christian-Thomasius-Zimmer
Die Tagung wird hybrid veranstaltet.
Eine Online-Teilnahme ist möglich, bitte kontaktieren Sie hierzu Moritz Bense unter moritz.bense(at)student.uni-halle.de
Kontakt und weitere Informationen:
Tel.:+49 (0)345 55 21781
izea(at)izea.uni-halle.de