Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Siegel

Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung

Das IZEA gehört zur Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und befasst sich als Forschungseinrichtung zur Kultur- und Geistesgeschichte des 18. Jahrhunderts mit der Aufarbeitung einer Epoche, in der die Fundamente der modernen westlichen Gesellschaften gelegt wurden.

Forschungen zum 18. Jahrhundert

Das Forschungsprogramm umfasst Forschungs- und Editionsprojekte zur Universitäts-, Gesellschafts- und Kommunikationsgeschichte des 18. Jahrhunderts, zu den Feldern Anthropologie, Ästhetik, Kultur- und Wissenstransfer, Gelehrtenkultur und literarische Repräsentationsformen, zur Entwicklung von Kulturmustern, zu Aufklärung in globaler Vernetzung sowie zum Gartenreich Dessau-Wörlitz.

Im Zentrum der deutschen Frühaufklärung

Seinen Sitz hat das IZEA in der 1896 erbauten Roten Schule, in dem früher die Höhere Mädchenschule der Franckeschen Stiftungen untergebracht war. Das IZEA beherbergt eine öffentliche Bibliothek mit Quellen- und Forschungsliteratur zur regionalen und europäischen Aufklärung. Ebenfalls im Gebäude befinden sich jeweils eine Arbeitsstelle der Alexander von Humboldt-Professur für Neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer sowie des Immanuel-Kant-Forums.

Aufklärungsforschung international vernetzt

Dank der exzellenten Bibliothek, der einschlägigen Editionsprojekte wie auch der geographischen Nähe zu wichtigen historischen Schauplätzen der Aufklärung mit ihren reichen Archiv-, Bibliotheks- und Kunstbeständen und der Kooperation mit bedeutenden Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen zählt das IZEA heute zu den international wichtigsten Forschungsinstituten zur Aufklärung und ist Anlaufstelle für Wissenschaftler aus aller Welt.

Kant-Lexikon

Kant-Lexikon. Hg. von Marcus Willaschek, Jürgen Stolzenberg, Georg Mohr u. Stefano Bacin. Berlin u. Boston 2015. 3. Bde. 2880 S. ISBN: 978-3-11-044399-8

Inhalt

Kants revolutionärer Neuansatz in der Philosophie ging mit der Einführung einer weitgehend neuen Terminologie einher. Dies hat dazu geführt, dass schon zu seinen Lebzeiten mehrfach Kommentare, Wörterbücher und Kompendien zu seinem Werk erschienen. Obwohl sich über die Jahrhunderte hinweg eine Tradition von Kant-Wörterbüchern entwickelte, steht seit geraumer Zeit kein Lexikon zur Verfügung, das das Werk zeitgemäß, auf der Grundlage der aktuellen Text-Editionen und unter Bezugnahme auf die Forschung ab dem 20. Jahrhundert sowie lexikalisch angemessen erschließt. Diesem Desiderat soll ein neues, dreibändiges Kant-Lexikon nachkommen. Mit über 2.300 Einträgen stellt das Lexikon die Referenz für die Kantforschung dar.

Die philosophisch relevanten Termini, von ihm genannten und für seine Philosophie relevanten Personennamen sowie die Titel seiner Schriften werden behandelt. An dem Projekt sind über 200 internationale Wissenschaftler beteiligt.

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