Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Siegel

Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung

Das IZEA gehört zur Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und befasst sich als Forschungseinrichtung zur Kultur- und Geistesgeschichte des 18. Jahrhunderts mit der Aufarbeitung einer Epoche, in der die Fundamente der modernen westlichen Gesellschaften gelegt wurden.

Forschungen zum 18. Jahrhundert

Das Forschungsprogramm umfasst Forschungs- und Editionsprojekte zur Universitäts-, Gesellschafts- und Kommunikationsgeschichte des 18. Jahrhunderts, zu den Feldern Anthropologie, Ästhetik, Kultur- und Wissenstransfer, Gelehrtenkultur und literarische Repräsentationsformen, zur Entwicklung von Kulturmustern, zu Aufklärung in globaler Vernetzung sowie zum Gartenreich Dessau-Wörlitz.

Im Zentrum der deutschen Frühaufklärung

Seinen Sitz hat das IZEA in der 1896 erbauten Roten Schule, in dem früher die Höhere Mädchenschule der Franckeschen Stiftungen untergebracht war. Das IZEA beherbergt eine öffentliche Bibliothek mit Quellen- und Forschungsliteratur zur regionalen und europäischen Aufklärung. Ebenfalls im Gebäude befinden sich jeweils eine Arbeitsstelle der Alexander von Humboldt-Professur für Neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer sowie des Immanuel-Kant-Forums.

Aufklärungsforschung international vernetzt

Dank der exzellenten Bibliothek, der einschlägigen Editionsprojekte wie auch der geographischen Nähe zu wichtigen historischen Schauplätzen der Aufklärung mit ihren reichen Archiv-, Bibliotheks- und Kunstbeständen und der Kooperation mit bedeutenden Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen zählt das IZEA heute zu den international wichtigsten Forschungsinstituten zur Aufklärung und ist Anlaufstelle für Wissenschaftler aus aller Welt.

Ocio y ociosidad en el siglo XVIII español e italiano / Ozio e oziosità nel Settecento italiano e spagnolo

Ocio y ociosidad en el siglo XVIII español e italiano / Ozio e oziosità nel Settecento italiano e spagnolo
Hrsg. von Robert Fajen und Andreas Gelz 2017. 352 Seiten. Kt 79,00 €; ISBN 978-3-465-03955-6

Inhalt

Das spannungsvolle Verhältnis von Muße und Müßiggang (Ocio / ociosidad bzw. Ozio / oziosità) wird im 18. Jahrhundert in Italien und Spanien zu einem wichtigen Gegenstand sozioökonomischer, politischer und ästhetischer Reflexion. In den Selbstbeschreibungen der beiden südeuropäischen Kulturräume, die viel verbindet und manches trennt, bildet das Begriffspaar einen diskursiven und imaginativen Kristallisationspunkt, an dem sich Prozesse der Destabilisierung herkömmlicher Ordnungsmuster und des beschleunigten kulturellen Wandels ablesen lassen. In dem Maße, wie die traditionelle Semantik der Muße und ihres abwertenden Komplements, des Müßiggangs, an normativer Kraft verliert, verändern sich auch die jeweiligen Zeit- und Verhaltensdispositive: In den Ambivalenzen des Muße-Begriffs werden so die Ambivalenzen der anbrechenden Moderne in Italien und Spanien erkennbar.

nach oben