Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Siegel

Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung

Das IZEA gehört zur Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und befasst sich als Forschungseinrichtung zur Kultur- und Geistesgeschichte des 18. Jahrhunderts mit der Aufarbeitung einer Epoche, in der die Fundamente der modernen westlichen Gesellschaften gelegt wurden.

Forschungen zum 18. Jahrhundert

Das Forschungsprogramm umfasst Forschungs- und Editionsprojekte zur Universitäts-, Gesellschafts- und Kommunikationsgeschichte des 18. Jahrhunderts, zu den Feldern Anthropologie, Ästhetik, Kultur- und Wissenstransfer, Gelehrtenkultur und literarische Repräsentationsformen, zur Entwicklung von Kulturmustern, zu Aufklärung in globaler Vernetzung sowie zum Gartenreich Dessau-Wörlitz.

Im Zentrum der deutschen Frühaufklärung

Seinen Sitz hat das IZEA in der 1896 erbauten Roten Schule, in dem früher die Höhere Mädchenschule der Franckeschen Stiftungen untergebracht war. Das IZEA beherbergt eine öffentliche Bibliothek mit Quellen- und Forschungsliteratur zur regionalen und europäischen Aufklärung. Ebenfalls im Gebäude befinden sich jeweils eine Arbeitsstelle der Alexander von Humboldt-Professur für Neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer sowie des Immanuel-Kant-Forums.

Aufklärungsforschung international vernetzt

Dank der exzellenten Bibliothek, der einschlägigen Editionsprojekte wie auch der geographischen Nähe zu wichtigen historischen Schauplätzen der Aufklärung mit ihren reichen Archiv-, Bibliotheks- und Kunstbeständen und der Kooperation mit bedeutenden Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen zählt das IZEA heute zu den international wichtigsten Forschungsinstituten zur Aufklärung und ist Anlaufstelle für Wissenschaftler aus aller Welt.

Dr. Brian Kjær Olesen

European University Institute, Firenze, Italy

Stipendium für Aufklärungsforschung
Laufzeit des Stipendiums: 04.10.2016–30.11.2016

Research project

Religious Toleration in the Scandinavian Enlightenment

My field of research is the intellectual history of the Scandinavian Enlightenment in its various strands, and the aim of the present project is to explore the role of religious toleration in Scandinavia, its intellectual and theological sources as well as its political ramifications. Focusing, in particular, on the religious and political thought of the Danish-Norwegian writer Ludvig Holberg (1684-1754), the earliest and most prominent advocate of toleration in the Scandinavian Enlightenment, the project aims to show that the theory of toleration offered by Holberg is best understood, not as a reiteration of such canonical early Enlightenment figures as Pierre Bayle or John Locke, but as an exchange between political and moral concepts of toleration. Analysing the role of these two conceptions in the thought of Holberg, the project brings out the intellectual connections between Holberg’s religious and political thinking and such traditions of thought as modern (Pufendorfian) natural law, Lutheranism, and the Arminian Enlightenment.

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