Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Siegel

Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung

Das IZEA gehört zur Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und befasst sich als Forschungseinrichtung zur Kultur- und Geistesgeschichte des 18. Jahrhunderts mit der Aufarbeitung einer Epoche, in der die Fundamente der modernen westlichen Gesellschaften gelegt wurden.

Forschungen zum 18. Jahrhundert

Das Forschungsprogramm umfasst Forschungs- und Editionsprojekte zur Universitäts-, Gesellschafts- und Kommunikationsgeschichte des 18. Jahrhunderts, zu den Feldern Anthropologie, Ästhetik, Kultur- und Wissenstransfer, Gelehrtenkultur und literarische Repräsentationsformen, zur Entwicklung von Kulturmustern, zu Aufklärung in globaler Vernetzung sowie zum Gartenreich Dessau-Wörlitz.

Im Zentrum der deutschen Frühaufklärung

Seinen Sitz hat das IZEA in der 1896 erbauten Roten Schule, in dem früher die Höhere Mädchenschule der Franckeschen Stiftungen untergebracht war. Das IZEA beherbergt eine öffentliche Bibliothek mit Quellen- und Forschungsliteratur zur regionalen und europäischen Aufklärung. Ebenfalls im Gebäude befinden sich jeweils eine Arbeitsstelle der Alexander von Humboldt-Professur für Neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer sowie des Immanuel-Kant-Forums.

Aufklärungsforschung international vernetzt

Dank der exzellenten Bibliothek, der einschlägigen Editionsprojekte wie auch der geographischen Nähe zu wichtigen historischen Schauplätzen der Aufklärung mit ihren reichen Archiv-, Bibliotheks- und Kunstbeständen und der Kooperation mit bedeutenden Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen zählt das IZEA heute zu den international wichtigsten Forschungsinstituten zur Aufklärung und ist Anlaufstelle für Wissenschaftler aus aller Welt.

Reichert, Roey

University of California, Los Angeles (UCLA), USA

Stipendium für Aufklärungsforschung
Aufenthalt: 30.04.2019 - 29.07.2019

Forschungsprojekt

Nationalismus und Weltbürgertum in der deutschen Aufklärung

My dissertation is set to explore the concepts of Nationalism and Cosmopolitanism in the political thought of four prominent philosophers of the German Enlightenment, namely Kant, Herder, Hegel, and Marx. Rather than focusing on these different concepts in isolation, the object of this study is to examine how each philosopher viewed the inherent dialectical tension residing between the two, and how they sought to resolve it. Special attention will be given to the tracing of the development of their ideas vis-à-vis their engagements with lesser-known contemporaries. The dissertation argues that the Nationalism/Cosmopolitanism dialectic must be understood in relation to the respective philosophy of history and philosophical anthropology in each philosophical system, as well as a response to Enlightenment values, particularly those of universalism and progress. The dissertation aims to accomplish three goals: the first is to provide a genealogy of how the present antithesis between Nationalism and Cosmopolitanism arose. The second is to uncover the different conceptualizations of the relations between Nationalism and Cosmopolitanism in the past. The final goal is to broaden the horizons of contemporary political imagination by exploring alternative theories of Cosmopolitanism.

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