Die Dessau-Wörlitz-Kommission
am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der europäischen Aufklärung
an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
trauert um ihr Gründungsmitglied
Prof. Dr. phil. habil. Erhard Hirsch
verstorben am 14. Januar 2026 im 98. Lebensjahr.
Wir verlieren mit ihm die Persönlichkeit, die bereits in den 1950er Jahren die Bedeutung des Dessau-Wörlitzer Kulturkreises erkannt, dessen Erforschung betrieben und sich gegen viele Widerstände für die Wiederherstellung der dort im 18. Jh. entstandenen Anlagen in ihrer historischen Gestalt eingesetzt hat. Sein hartnäckiges Drängen und seine Standhaftigkeit führten 1967 zur Gründung der Dessau-Wörlitz-Kommission, in der es ihm gelang, bedeutende Persönlichkeiten der Universität sowie Vertreter der damaligen „Staatlichen Schlösser und Gärten Wörlitz“ für die Unterstützung dieses Vorhabens zu gewinnen und mit deren Hilfe manchen Frevel im Gartenreich zu verhindern.
Sein grundlegendes wissenschaftliches Werk ist heute noch unentbehrlich für viele neuere Forschungen und war eine der Grundlagen, das Dessau-Wörlitzer-Gartenreich im Jahr 2000 als Weltkulturerbe anzuerkennen.
Mit Erhard Hirsch verlieren wir eine Persönlichkeit, deren außerordentliches Lebenswerk eine große Wirkung entfaltet hat. Wir ehren sein Andenken durch Fortführen seiner Bemühungen zur Popularisierung der aufklärerischen Ideen, die im Gartenreich Gestalt angenommen haben.
Im Namen der Dessau-Wörlitz-Kommission
Prof. Dr. Dr. Gunnar Berg, Vorsitzender Dr. Andrea Thiele, Geschäftsführerin
Erb, Dr. Andreas
ehemals Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Abt. Dessau, jetzt Stadtarchiv Amberg
Amberg
Froesch, Dr. Anette
Kulturstiftung Dessau-Wörlitz (KSDW), Schloss Großkühnau, Dessau-Roßlau
Dessau-Roßlau
Rueber-Schütte, Dr. Elisabeth
Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Landeskonservatorin und Abteilungsleiterin
Halle